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Architekturfilmreihe im Spitäle

5 Abende – 5 Aspekte der Architektur

Mittwoch 20.02./27.02./06.03./13.03./20.03. 2013

ab 19.00 Uhr: Filme, Musik, Gespräche, Wein...

Das Spitäle wird zum Lichtspielhaus
Das Spitäle wird zum Lichtspielhaus

In lockerer Werkstattatmosphäre findet in diesem Jahr eine Filmreihe zu Architekturthemen im Spitäle an der Alten Mainbrücke statt. Die Termine sind immer Mittwochs. Die Abende beginnen um 19.00 Uhr – direkt nach Feierabend, zum Ausklang des Tages.
Knappe Themeneinführungen, ein zum Thema des Abends passender musikalischer Rahmen, ein ausgesuchtes Vor- und Hauptfilmprogramm, Zum Ausklang dann Gelegenheit zum Austausch, Gespräche bei Wein und Lounge Sounds...

Herzliche Einladung an alle Architekturfreunde, an Architekten und Innenarchitekten, an Ingenieure, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, an Studierende und Alte Hasen, an Bauherren und Bauplaner, an Kunstfreunde und Kunstschaffende!

Mittwoch 20.02.2013 | 19.00 Uhr: STADT + HAUS

• Vorprogramm: "Würzburg bei Nacht"

filmische Impression von David Brors und Maximilian Rüdling.

Seminararbeit der FH Würzburg/Studiengang Architektur.

• Musikalischer Rahmen: Samba, Bossa & Co - Der Klang Brasiliens

Das Jazz-Duo Jan Reinelt (Keykord/Piano) und Klaus Wangorsch (Trompete) interpretiert die Klassiker brasilianischer Musik erfrischend neu und ziemlich anders.

• Gerhard Horak, Dipl. Ing (FH) Architekt und 2. Vorsitzender der VKU

gibt eine kurze Einführung in das Thema des Abends "Stadt + Haus" und den Hauptfilm über Leben und Werk des vor wenigen Wochen verstorbenen Oscar Niemeyers.

• Hauptfilm: In Memoriam Oscar Niemeyer

Das Leben ist ein Hauch

Dokumentation, Brasilien, 2007, 85 Min

Buch: Jacques Cheuiche, Fabiano Maciel, Regie: Fabiano Maciel, Produktion: Sacha, unter anderem mit José Saramago, Chico Buarque, Eric Hobsbawm, (Originaltitel: Oscar Niemeyer – A vida é um sopro.)
Er gilt als Jahrhundertarchitekt und als der letzte große Vertreter der architektonischen Moderne. Ein Nachruf auf den verstorbenen Brasilianer Oscar Niemeyer, der deutsche Wurzeln hatte.

Das elegante Ensemble der Regierungs-Bauten von Brasília, den Sitz der Vereinten Nationen in New York, Projekte in Rio de Janeiro, São Paulo, London, Paris und Berlin - Oscar Niemeyers Entwürfe sind weltbekannt, vielleicht bekannter als Niemeyer selbst.

 "Zweckarchitektur stinkt", sagte Niemeyer einmal einer Kunstzeitung. Es ist der Respekt vor und die Liebe zur Natur, die das Wesen seiner Baukunst ausmachen. (Zitat: Carlos Albuquerque)

 

Der Dokumentar-Film benötigte zehn Jahre bis zu seiner Fertigstellung.

 

Zu Person: Oscar Niemeyer, Wegbereiter der modernen Architektur

 geboren 15.12.1907 in Rio de Janeiro; † 5. Dezember 2012
geboren 15.12.1907 in Rio de Janeiro; † 5. Dezember 2012

Oscar Niemeyer zählt zu den schaffensreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts. Er hat insgesamt mehr als 600 Gebäude konzipiert, die realisiert worden sind oder sich noch in der Realisierungsphase befinden. Er teilte sein Werk selbst in fünf Perioden ein: Pampulha, Pampulha bis Brasília, Brasília, Bauten in Übersee (Paris, Mailand usw.) und Spätwerke. Etliche Bauten gelten als Architektur-Ikonen der Moderne. Etwa zwanzig Projekte werden derzeit (2012) noch in mehreren Ländern errichtet. (Quelle: wikipedia)

 

„Der rechte Winkel zieht mich nicht an und auch nicht die gerade, harte inflexible Linie, die der Mensch geschaffen hat. Was mich anzieht, ist die freie und sinnliche Kurve, die ich in den Bergen meines Landes finde, im mäandernden Lauf seiner Flüsse, in den Wolken des Himmels, im Leib der geliebten Frau. Das ganze Universum ist aus Kurven gemacht. Das gekrümmte Universum Einsteins.“– Oscar Niemeyer, 1996

Einige Impressionen vom ersten Abend der Architekturfilmreihe:

Fotos: © Michael Ehlers

Herzlichen Dank an alle Besucher und Mitwirkenden fürs besuchen und mitwirken und die überaus positve Resonanz! Der nächste Mittwoch kommt bestimmt... 

Mittwoch 27.02.2013 | 19.00 Uhr: MENSCH + RAUM

• Vorprogramm: "Der Denckler"

eine filmische Annäherung an die Kult-Wohnblocks in der Zellerau von Linda Körner und Bernd Kempf. Seminararbeit der FH Würzburg/Studiengang Architektur.

• Musikalischer Rahmen: Sax-o-fonics

Der weit über die Region hinaus bekannte Würzburger Saxofonist Vladi Strecker lotet mit virtuosem Spiel die enge Beziehung von Klang und Raum aus. Das Spitäle spielt mit...

• Prof. Christian Baumgart, Stadtbaurat

gibt eine kurze Einführung in das Thema des Abends "Mensch + Raum" und den Hauptfilm über den amerikanischen Architekten Louis Kahn

• Hauptfilm (HINWEIS: in englischer Sprache – ohne Untertitel)

My Architect - A Son's Journey

Preisgekrönter US-amerikanischer Dokumentarfilm (englisch)

Louis Kahn zählt neben Frank Lloyd Wright, Le Corbusier oder Mies van der Rohe zu den größten Architekten des 20. Jahrhunderts. Er starb im März 1974 auf der Rückreise aus Bangladesch auf der Toilette von Penn Station in New York. Dort beginnt der Film.
In My Architect geht Nathaniel Kahn auf Spurensuche nach Werk und Wesen des ihm fremden Vaters. Lou, wie er in dem Film oft genannt wird, war verheiratet und hatte aus dieser Ehe eine Tochter. Er hatte aber auch außereheliche Beziehungen, die nicht folgenlos waren: eine Tochter mit einer Architektin und einen Sohn mit einer Landschaftsarchitektin, Nathaniel.
Nathaniel begibt sich auf eine Reise rund um die Welt. Er sucht jene auf, die Kahn kannten und mit ihm arbeiteten. Er reist zu den Gebäuden aus Beton, Ziegelstein und Licht, die Lou bekannt gemacht hatten. Die Schlussminuten des beinahe zweistündigen Werkes entstanden im Capital Complex in Dhaka. Die Regierenden von Bangladesch sahen in Kahn nicht nur den Architekten ihres Parlamentsgebäudes sondern auch den Architekten ihrer noch jungen Demokratie. Die Vollendung dieses Bauwerks sowie die des Indian Institute of Management in Ahmedabad in Indien erlebte Loius Kahn nicht mehr. Er starb einsam, unerkannt und mit einem Haufen Schulden.

 

 „Wohltuend bewegt Nathaniel Kahn sich auf der schmalen Linie zwischen architektonischer Faszination und biographischer Neugier. Er gewinnt dabei Bilder, die durch die Schönheit der Bauten besoffen machen, in denen Archaik, Moderne, Monumentalität und Menschlichkeit verschmelzen.“ ( Zitat: Gerwin Zohlen in der Berliner Morgenpost)
Quelle: Wikipedia

Zur Person Louis Kahn

Louis Isadore Kahn (* 20. Februarjul./ 5. März 1901greg. in Kuressaare auf Saaremaa, Estland; † 17. März 1974 in New York) war ein US-amerikanischer Architekt, Stadtplaner und Hochschullehrer. Sein Arbeitsschwerpunkt waren öffentliche Bauten.

 

"Kahns Leistungen ... weisen ihm unbestreitbar einen Platz in der ersten Riege lebender Architekten zu.“ Zitat Vincent J. Scully, 1962. (Quelle; wikipedia)

Afterparty: Zum Ausklang dann Gespräche bei Wein und Lounge Sounds...

Einige Bilder vom Louis-Kahn-Abend:

Fotos: © Michael Ehlers

Mittwoch 06.03.13, 19.00 Uhr: IDEE + EXPERIMENT

• Vorprogramm: Wein & Architektur

Alte Weinkultur und neue Architektur kommen zusammen: filmische Beobachtungen von Lisa Hepp und Alisa Endres. Seminararbeit der FH Würzburg/Studiengang Architektur.

• Musikalischer Rahmen: Der Klang der Sphären - Glasmusik

Martin Hilmer an der Glasharfe verzaubert seine Zuhörer. Er konzertiert seit 1996 als Glasmusiker und spielte als Mitglied des Ensembles Sinfonia di Vetro unter anderem in der Münchner Biennale, in Rundfunk und Fernsehen und im Kammermusikabend der Dresdner Oper

• Prof. Wolfgang Fischer, Architekt und Maler

gibt eine kurze Einführung in das Thema des Abends "Idee + Experiment" und den Hauptfilm über den holländischen  Architekten Rem Koolhaas.

• Hauptfilm:

Rem Koolhaas – A kind of architect

Ein Filmessay von M. Heidingsfelder und M. Tesch (deutsch)

Koolhaas - a kind of architect
© absolutmedia.de

Kaum ein Architekt hat in den letzten Jahren außerhalb der Architekturszene für so viel Aufsehen gesorgt wie Rem Koolhaas. Dem Holländer ging es nie um das einzelne »masterpiece«, sondern stets darum, zu provozieren und Spannung zu erzeugen. Die Seattle Library, die Casa da Música in Porto oder die Niederländische Botschaft in Berlin sind eindrucksvolle Beispiele einer Architektur, die mehr sein will als bloße Architektur.
Die Jury des Pritzker-Preises würdigte Koolhaas als »Visionär und Ausführer, Philosoph und Pragmatiker, Theoretiker und Prophet«.

Mit der Musik von Stefan Kozalla alias Adolf Noise alias DJ Koze.

 

Der Film ist in deutscher Sprache, sofern Englisch gesprochen wird, gibt es deutsche Untertitel.

Zur Person Rem Koolhaas

Koolhaas
Foto © Santorini

Rem Koolhaas (* 17. November 1944 in Rotterdam) ist ein niederländischer Architekt und einer der renommiertesten Vertreter wegweisender zeitgenössischer Architektur. Im Dezember 2007 wurde er Mitglied im Rat der Weisen zur Zukunft Europas.Der Pritzker-Preisträger hat eine Professur an der Harvard-Universität.

Afterparty, Gespräche, Musik, Wein...

Ein in vielerlei Hinsicht bemerkenswerter 3. Abend

Wieder war das Spitäle voll besetzt. Ein unerwartetes Problem mit der Vorführtechnik sorgte zunächst für Verzögerungen im Programmablauf. Mit Improvisation, Geduld, Spucke - und der souveränen Gelassenheit des Publikums - konnten die Probleme schließlich doch überwunden werden. Der Koolhaas-Film war faszinierend und jede Mühe wert. Herzlichen Dank an alle, die mitgeholfen haben!

Hier einige Bilder vom Abend:

Fotos: © Michael Ehlers

Mittwoch 13.03.2013 | 19.00 Uhr: MATERIAL + ORT

Vorprogramm:

"Zwischenraum"  eine filmische Ode an Ein-, Auf-, Aus- und Übergänge von Hannah Rochelt und Gregoy Nunez Fructuoso. Seminararbeit der FH Würzburg/Studiengang Architektur.

 

Musikalischer Rahmen: Arabische Klangwelten - Poesie für die Ohren

Der Würzburger Percussionist Friedel Lelonek und der Oudspieler und Multiinstrumentalist Mourad Schmitt entführen in ferne orientalische Klangwelten, die sie immer wieder mit elektronischen Sounds ins Hier und Jetzt übertragen.

Robert Schuh, Autor zum Thema "Lehm als Baustoff"

gibt eine kurze Einführung in das Thema des Abends und stellt den Hauptfilm vor.

Hauptfilm:

SHIBAM – Chicago der Wüste

Dokumentarfilm von Stefan Tolz

Shibam- Stadt aus Lehm
Shibam- Stadt aus Lehm

Inmitten eines gewaltigen Canyons zwischen den Sanddünen und Steinwüsten Arabiens stehen 500 Hochhäuser aus Lehm inmitten einer der schönsten Oasenlandschaften der Erde: die Stadt Shibam, die sagenhafte Wüstenburg des Jemen. Die alte Handelsstadt war über Jahrhunderte einer der wichtigsten Karawanenstützpunkte an der legendären Weihrauchstraße und steht heute als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO. Im Wadi Hadramaut wird seit alters her der traditionelle Lehmbau gepflegt, doch nun wird die homogene Architektur der Region von immer neuen Betonbauten bedroht. Auch sind die schmalen Hochhäuser der Altstadt Shibams für viele Familien zu klein geworden, um allen Kindern mit ihren Familien Platz zu bieten. Wer kann, baut heute größer und breiter — und verlässt die Altstadt. Der alte Baumeister Said Ba Suatain ist ein Urgestein Shibams und einer der Protagonisten, die der Film in ihrem Alltag begleitet. Man kann nur hoffen, dass die Bewohner Shibams auch in Zukunft weiter um den Erhalt ihrer einzigartigen Architektur kämpfen

Afterparty: zum Ausklang dann Gespräche bei Wein und Desert Lounge Sounds...

Fotos: © Michael Ehlers und  Gerhard Schmitt

 

Mittwoch 20.03.2013 | 19.00 Uhr: ZEIT + ZUKUNFT

• Vorprogramm: Plan of the city

Der collagenhafte Kurzfilm von J. Frankel  ist visuell und musikalisch ein absolutes Meisterwerk. Und er behandelt ein ambitioniertes stadtplanerisches Projekt: Die Umsiedlung New Yorks auf den Mars...

• Musikalischer Rahmen: Minimal /House /Elektro

Spitäle unerhört:: Ein DJ legt auf und sorgt für die zeitgenössische Soundkulisse und den Pulschlag dieser Nacht 

• Muchtar Al Ghusain, Kulturreferent 

gibt eine Einführung in das Thema des Abends.

Hauptprogramm:

Short Cuts

Ausgewählte Kurzfilmbeiträge zu Gegenwart und Zukunft der Baukunst: Ein digitaler Streifzug...

Szene aus The Fifth Element © Luc Besson
Szene aus The Fifth Element © Luc Besson

Das Haus der Zukunft. Die Stadt der Zukunft. Wir werfen einen Blick auf die architektonischen und stadtplanerischen Utopien der letzten Jahrzehnte und auf die Visonen für Morgen: Wie sollen unsere Städte zukünftig aussehen? Wie wollen wir leben? Und wie lässt sich das planen? Aktuelle Zukunftsvisionen sind in aller Regel technokratische Modelle, die Ingenieure sehr schön zu entwickeln in der Lage sind, die meisten dieser gut gemeinten Entwürfe allerdings werden schon bald genauso an der Realität der Stadt scheitern wie das z.B. die Vision einer "autogerechten Stadt" auch gemacht hat. Wie nähern wir uns also dem Ziel "Urbane Lebensqualität"? 

Afterparty: Zum Ausklang dann Gespräche bei Wein und Urban Sounds...